Nahrhafte glutenfreie & vegane Brownies ohne Zucker

Ich erinnere mich noch genau, wie ich mit ungefähr zwölf Jahren ganz allein meinen ersten Kuchen backen durfte (nachdem ich seit meiner frühen Kindheit mit Mama zusammen geübt hatte) – es war ein Marmorgugelhupf für eine Geburtstagsparty. Ich kann mich an wenig andere Ereignisse in meiner Kindheit erinnern, die mich so mit Stolz erfüllt haben. Ein weiterer prägender Moment war, als ich ein paar Jahre später wieder beim Backen in der Küche stand und zu meiner Mutter sagte, dass ich gerne mehr experimentieren und meine eigenen Kreationen ausprobieren würde. Mama war skeptisch – sie meinte, dass das eher schwierig sei und beim Kochen besser ginge – und ich entmutigt. Fürs Kochen hatte ich nie eine besondere Leidenschaft, auch wenn ich heute am liebsten meine eigenen Gerichte esse, die meistens zum Großteil aus Gemüse bestehen und auch so schmecken.

Meine Begeisterung für experimentelles Backen fand dann aber zwanzig Jahre nach besagtem Dialog doch noch ein Happy End, als die Welle der weltweiten Foodblogger über mir zusammen schlug und ein Thermomix in unseren Haushalt Einzug fand. Und seit meine Tochter feste Nahrung zu sich nimmt, sind verschiedene Formen von süßen Snacks mit gesunden und nahrhaften Zutaten ein fester Bestandteil meiner wöchentlichen Küchenroutine. So habe ich zwischen den Süßkartoffel-Brownies von Deliciously Ella und Erweiterungen der glutenfreien Schokokuchen-Backmischung von DM (die Zucker enthält) diese Brownies entwickelt, die ich je nach Gusto und verfügbaren Rohstoffen jedes Mal ein kleines bisschen abwandle.

Rezept für glutenfreie vegane Brownies ohne Zucker

Zutaten

  • 1 Dose Bohnen (rot oder weiß) oder alternativ 2 – 3 Bananen
  • 80 ml neutrales Speiseöl zum Backen (z.B. Rapsöl)
  • 50 ml Agavendicksaft (oder nach Belieben etwas mehr bzw. bei Verwendung von Bananen weniger)
  • 260 g Mehlmix (z.B. 150 g Hafermehl, 70 g Mandelmehl oder gemahlene Mandeln, 40 g Hirsemehl)
  • 50 – 70 g Kakaopulver (je nach gewünschter Intensität)
  • ½ Päckchen Backpulver
  • ½ TL Salz
  • Pflanzendrink (z.B. Haferdrink Vanille)
  • 100 g gute dunkle Schokolade (z.B. 70 % Feine Bitter von DM) für die Glasur nach Wunsch

Zubereitung

Ofen auf 180°C vorheizen und eine flache Ofenform (ca. 25 x 17 cm) einfetten (z.B. mit Kokosöl).

Bohnen waschen (bzw. Bananen schälen) und mit Speiseöl und Agavendicksaft zu einem glatten Teig mixen.

Trockene Zutaten in einer Schüssel gut mischen. Löffelweise unterrühren und zwischendurch Pflanzendrink dazu geben, damit der Teig dickflüssig bleibt. Bei mir werden die Brownies am besten, wenn der Teig so flüssig ist, dass er sich in die Form schütten lässt.

Bei 180°C Ober-/Unterhitze 50 – 55 Minuten backen. Die Backzeit variiert je nach Ofen. Zum Testen mit der Gabel in den Teig stechen, wenn er noch matschig ist, etwas länger im Ofen lassen.

Wer sich die Mühe eines zweiten Arbeitsschrittes machen möchte (kommt bei mir oft zu kurz, lohnt sich aber): In einem kleinen Topf bei geringer Hitze (nur Stufe eins!) Schokolade schmelzen, auf den abgekühlten Kuchen geben und im Kühlschrank fest werden lassen. Zum Servieren in die typischen Brownie-Portionen schneiden.

Enjoy!

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